|
Aw: eKD: Rücktritt von Bischöfin Käßmann vor 6 Monaten, 2 Wochen
|
DANKE: 15
|
|
Hoffentlich liege ich falsch, nicht dass dies ein Weg wird
"unliebsame" Bischöfe aus dem Amt zu entfernen...
Hoffentlich liege ich falsch, nicht dass dies ein Weg wird
"unliebsame" Bischöfe aus dem Amt zu entfernen...
Ich verstehe eure Bedenken und Sorgen ...
leider haben die Medien zu viel Macht!! Traurig ist nur, dass oft von den Kirchen in den Nachrichten gesprochen wird, wenn irgendetwas Negatives zu berichten gibt. Das ist nicht immer so aber oft. Ohne das Verbrechen der Priester an den unschuldigen Kindern runter spielen zu wollen, muss man ebenso bedenken, dass sexueller Missbrauch nichts zu tun hat mit dem Zölibat!! In Deutschland beispielsweise werden laut Statistik des Bundeskriminalamtes über 15 000 Kinder unter 14 Jahren sexuell misshandelt. Experten schätzen jedoch die Dunkelziffer bei etwa 90 Prozent. Häufig finden solche Missbräuche im familiären Umfeld statt, was Grund dafür ist, dass Fälle erst gar nicht oder erst viel später angezeigt werden. Man muss nicht nur auf die Kirchen mit dem Zeigefinger zeigen und sich auf sie stürzen, anstatt das Problem an die Wurzel zu packen. Sexueller Missbrauch an Kindern hat verschiedene Ursachen und diese müssen erforscht werden um Präventionsmaßnahmen zu entwickeln. Was nützt es denn wenn man mit dem Finger auf andere zeigt, rumdiskutiert aber nicht gehandelt wird?
Doch die Entscheidung ob ein Bischof in der katholischen Kirche suspendiert oder aus seinem Amt entlassen wird, liegt doch beim Papst und nicht bei den Medien.
|
|
MIA
Platinum Schreiber
Beiträge: 917
|
|
"Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht." (Joh 12,24)
"Einen Mensch lieben heißt, ihn so zu sehen, wie Gott ihn gemeint hat." (F.M. Dostojewski)
|
|
|
Aw: eKD: Rücktritt von Bischöfin Käßmann vor 6 Monaten, 1 Woche
|
DANKE: 19
|
Liebe Mia,
Doch die Entscheidung ob ein Bischof in der katholischen Kirche suspendiert oder aus seinem Amt entlassen wird, liegt doch beim Papst und nicht bei den Medien.
Du hast recht, es liegt beim Papst ob ein Bischof suspendeirt wird. Doch durch die Medien aufgestachelte Gesselschaft wird diesem Bischof so lange das Leben schwer machen, bis Er von alleine sein Amt niederlegt.
Es wäre ja nicht das erste mal das das gemeine Fussvolk mehr zu entscheiden hat als der Papst.
Schau dir mal die News an, hab extra am Ende den Text Fett hervorgehoben.
FDP will Entschädigungsfonds der Kirche für Missbrauchsopfer
Die FDP im Bundestag hat die katholische Kirche aufgefordert, einen Entschädigungsfonds für Missbrauchsopfer aufzulegen. Zudem sollte die Kirche unabhängige Sonderermittler in allen deutschen Bistümern einsetzen, sagte der rechtspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Christian Ahrendt. "Die katholische Kirche wäre gut beraten, nicht länger wie ein Staat im Staate zu handeln." Wenn die Bischöfe es ernst meinten mit der Aufklärung möglicher Missbrauchsfälle, "sollten sie externe Sonderermittler für alle 27 deutschen Bistümer einsetzen".
Die Sonderermittler könnten die vergangenen Jahrzehnte in enger Kooperation mit den örtlichen Staatsanwaltschaften unabhängig und unparteiisch aufarbeiten, sagte Ahrendt der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Angesichts des Ausmaßes der Vorwürfe helfe nur "schonungslose Offenheit." Ahrendt appellierte zugleich an die Bischofskonferenz, "einen Entschädigungsfonds einzurichten, aus dem die Opfer für ihr erlittenes Unrecht einen finanziellen Ausgleich erhalten". Es wäre ein wichtiges Signal an Betroffene, dass "die Kirche sich nicht hinter Verjährungsfristen versteckt, sondern sich in jedem Fall zu ihrer Verantwortung für die Opfer bekennt".
Angesichts der Missbrauchsfälle genießt die katholische Kirche nur noch wenig Vertrauen in der Bevölkerung. Laut einer vom "Kölner Stadt-Anzeiger" veröffentlichten repräsentativen Umfrage hält nicht einmal ein Drittel der Deutschen (30,3 Prozent) die katholische Kirche für ehrlich. Ähnlich geringes Zutrauen in die Kirche haben die Bürger in Sachen Lebensnähe (29,9 Prozent) und Glaubwürdigkeit (32,8 Prozent). Für die Umfrage befragte das Meinungsforschungsinstitut "Omniquest" tausend Bundesbürger.
Auffällig ist in der Umfrage laut "Kölner Stadtanzeiger", dass selbst unter den befragten Katholiken weniger als die Hälfte ihre eigene Kirche für ehrlich und lebensnah hält - allerdings können diese Teilergebnisse aufgrund der geringeren Stichprobengröße nicht als repräsentativ gelten. Ein Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz lehnte es den Angaben zufolge ab, die Umfrage zu kommentieren.
Quelle: de.news.yahoo.com/2/20100227/tpl-fdp-wil...-der-ki-ee974b3.html
|
|
Wiktoria
Wer voller Freude ist, predigt, ohne zu predigen.
Moderator
Beiträge: 401
|
|
“.....Ich habe die Ehre, die Würde, den Frieden und alles verloren – nur den Glauben nicht.....“
|
|
|
Aw: eKD: Rücktritt von Bischöfin Käßmann vor 6 Monaten, 1 Woche
|
DANKE: 15
|
|
Auffällig ist in der Umfrage laut "Kölner Stadtanzeiger", dass selbst unter den befragten Katholiken weniger als die Hälfte ihre eigene Kirche für ehrlich und lebensnah hält
Ich kann ja noch verstehen, dass Menschen, die nicht katholisch sind bzw. katholisch sind aber nicht gläubig ein schlechtes Bild von der katholischen Kirche haben, was auch darauf zurück zuführen ist, dass die Medien einseitig berichten und zum Beispiel das soziale Engagement oder die vielen Gebete nicht berücksicht. Oder was wäre die Welt ohne die vielen Gebete, die wir verrichten?
Was mich wirklich ärgert ist, dass viele Katholiken (die Frage ist welche Katholiken die Umfrage erwischt hat) selbst gegen die eigene Kirche sind. Die Missbrauchsfälle sind von Priestern begangen worden, sie sind furchtbar, das will ich nicht verleugnen aber, wie ich schon erwähnte, werden so viele Kinder auch von nicht-geistlichen Personen missbraucht. Und man kann jetzt einfach nicht die katholische Kirche die Sündenbockfunktion übertragen!!
Ich halte weiter hin zur Katholischen Kirche, denn ich weiß, dass der Teufel alle Glieder des mysthischen Leibes Jesu versucht um sie zu zerstören. Aber Jesus hat uns sein Wort gegeben indem er nach der Ernennung Perti sagte, dass die Mächte der Unterwelt sie nicht zerstören wird. Ich liebe die katholische Kirche und bin unendlich glücklich ein Glied des Leibes Christi zu sein!!
|
|
MIA
Platinum Schreiber
Beiträge: 917
|
|
"Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht." (Joh 12,24)
"Einen Mensch lieben heißt, ihn so zu sehen, wie Gott ihn gemeint hat." (F.M. Dostojewski)
|
|
|
Aw: eKD: Rücktritt von Bischöfin Käßmann vor 6 Monaten, 1 Woche
|
DANKE: 25
|
|
Was ich an der ganzen medialen Propaganda so erschreckent finde ist,
daß sie ohne zu Hinterfragen als wahr gleich auf eine ganze Gruppe von
Personen hingestellt wird !
Denn ohne den Opfern zu nahe zu tretten zu wollen; sind nicht
automatisch alle Priester und Patres _ Männer, die Kinder oder Jugendliche
missbrauchen.
Genau so wenig, wie jetzt z.B. alle Griechen Mist in Punkto Finanzen des Staates
verursacht haben.
|
|
|
|
Ad te levavi.
|
|
|
Aw: eKD: Rücktritt von Bischöfin Käßmann vor 6 Monaten, 1 Woche
|
DANKE: 19
|
|
Ihr Lieben,
ihr habt beide recht!.
Doch genau das wird in den Medien ja vorgegaukelt. Die Patres sind Schuld und die katholische Kirche ja dann so oder so.
Keiner regt sich auf, wenn jeden Tag Kinder/Jugendliche missbraucht werden, von Familien, Bekannten, Vorgesetzten.
Es ist nicht die Kirche Schuld sondern der Mensch der so was macht.
Doch leider hab ich den Eindruck, vergessen viele Menschen ihr Hirn einzuschalten, stattdessen lassen sie sich von den Medien belehren. Es ist ja auch einfacher, man wird so erzogen immer schön mit dem Fluß mitschwimmen, dagegen schwimmen kostet Kraft und wer will das schon.
Liebe Grüße
Wiktoria
|
|
Wiktoria
Wer voller Freude ist, predigt, ohne zu predigen.
Moderator
Beiträge: 401
|
|
“.....Ich habe die Ehre, die Würde, den Frieden und alles verloren – nur den Glauben nicht.....“
|
|
|
Aw: eKD: Rücktritt von Bischöfin Käßmann vor 6 Monaten, 1 Woche
|
DANKE: 25
|
|
Hier habe ich, obwohl auf der Startseite zu lesen, diesen Artikel reingestellt, weil mir beim Lesen etwas aufgefallen ist,
was mir zu denken gibt.
Der Missbrauchsskandal lastet schwer auf dem Salesianer-Orden
Die Salesianer Don Boscos sind nicht irgendein Orden. Sie sind die erste katholische Adresse, wenn es um die Zuwendung zu Kindern und Jugendlichen aus schwierigen Verhältnissen geht. Umso schwerer lastet der Missbrauchsskandal auf dem Orden.
Pater Josef Grünner ist noch immer fassungslos. Mit brüchiger Stimme und fahlem Gesicht ringt der deutsche Provinzial der Salesianer Don Boscos in seinem Münchner Büro um Worte, das Sakko hat er längst abgelegt. „Wir rotieren seit Aschermittwoch“, sagt der 60-Jährige und klappt eine Aktenmappe auf. Es ist ein Sündenregister.
Via E-Mail, Telefon oder Brief haben sich in den vergangenen zwei Wochen etwa 20 Personen mit Anklagen an den Orden gewandt. Auch wenn die Fälle von Missbrauch und Misshandlung schon lange zurückliegen und einige bereits bekannt waren, stellen sie in ihrer Summe eine große Belastung dar. Grünner klingt erschöpft.
Die Vorwürfe treffen ins Mark
Die Salesianer Don Boscos sind nicht irgendein Orden. Sie sind die erste katholische Adresse, wenn es um die Zuwendung zu Kindern und Jugendlichen aus schwierigen Verhältnissen geht. „Damit das Leben junger Menschen gelingt“, lautet das Ordensmotto. Die Vorwürfe treffen daher ins Mark. Kämen jetzt noch aktuelle Vorhaltungen hinzu, wäre das der „Super-Gau“, stellt der Provinzial fest.
„Scham und Schande“ empfindet Grünner nach eigenen Worten aber auch für das, was vor Jahrzehnten in seiner Gemeinschaft passierte. Von Erniedrigungen ist die Rede, von Faustschlägen und Stockhieben. Vieles erinnert an die Heimkinder-Problematik; es geht aber auch um schwere sexuelle Übergriffe.
1968 wurde ein Salesianer wegen „Verführung Minderjähriger“ zu vier Jahren Haft verurteilt. Er arbeitete im Knabenheim Kemperhof in Bendorf bei Koblenz und wurde umgehend von seinen Gelübden entbunden. Mitte der 1990er Jahre musste dort ein weiterer Erzieher aus demselben Grund für sieben Jahre ins Gefängnis, ein anderer erhielt drei Jahre Freiheitsstrafe.
Hat hier der Orden nicht so gehandelt, wie es sein sollte ?
Oder ist es heute "mode" dies nicht mehr wahr haben zu wollen,
nur damit man einen Artikel für die Medien hat ?
Schwierige Aufklärung
Die Aufklärung von Vorwürfen, die sich auf Vorkommnisse vor 35 und mehr Jahren beziehen, ist schwierig. Zu Fällen im 2005 geschlossenen
Lehrlings- und Schülerheim Berlin-Wannsee aus der Zeit zwischen 1960 und 1975 wurden mittlerweile zwölf Ordensangehörige und damalige Mitarbeiter befragt. Ein 2008 verstorbener Mitbruder saß nach übereinstimmenden Aussagen in Untersuchungshaft. Aber warum? Ein ehemaliger Schüler gibt dazu an, der Pater sei durch einen Racheakt von Jugendlichen der Einrichtung in Verruf geraten. Nun soll die Einsicht in Akten des Berliner Senats und des Erzbistums Berlin Klarheit schaffen. Außerdem wurde ein Jurist eingeschaltet.
Ende der 1960er Jahre hat sich wahrscheinlich ein weiterer Pater in Berlin an Jugendlichen vergangen. Einzelheiten sind nicht bekannt, doch halten Grünner und sein sieben Personen zählendes Aufklärungsteam die Vorwürfe für glaubwürdig. Der mutmaßliche Täter könne nicht mehr befragt werden. Er lebe hochgradig dement in einem Pflegeheim.
Über seine Leidensgeschichte in einem Augsburger Schülerheim der Salesianer berichtete ein Opfer der örtlichen Zeitung. Daraufhin gab ein beschuldigter Ordensmann eine eidesstattliche Erklärung ab, dass er sich nichts habe zu Schulden kommen lassen. Grünner neigt derzeit dazu, seinem Mitbruder zu glauben. Geblieben sind Vorwürfe gegen einen anderen einstigen Salesianer, der damals Praktikant in Augsburg war. Nach der Anhörung zweier weiterer damaliger Mitarbeiter ist der Provinzial zum Schluss gekommen: Die Geschichte aus den 1960er Jahren stimmt. In den nächsten Tagen will Grünner mit dem Opfer selbst sprechen. Er erhofft sich davon auch Hinweise, wer noch betroffen sein könnte.
Anstrengungen zur Vermeidung weiterer Übergriffe
Der Kontakt mit den Anklägern bereitet dem Provinzial Mühe. Er will allen gerecht werden. Aber wie soll er damit umgehen, wenn bereits im zweiten Satz Entschädigungszahlungen gefordert werden für nicht mehr zweifelsfrei aufklärbare Vorkommnisse? Wenn Briefeschreiber ihren Forderungen Nachdruck verleihen, indem sie mit weiteren Enthüllungen in der Presse drohen? Wie lassen sich schuldhaft von Ordensangehörigen verletzte Menschen von Trittbrettfahrern unterscheiden?
Um was geht es hier in erster Linie ? Um Geld oder um wirkliche Aufarbeitung ?
Denn Drohungen sind nicht nur nicht hilfreich sondern stellen, so meine persönliche Meinung,
das drohende Opfer mit dem Täter auf eine Stufe. Natürlich ist man als Opfer verletzt und will Gerechtigkeit !,
nur ist dieser Weg des Drohens der falsche Weg. Vielleicht solltens dies auch einmal die Opfer bedenken.
Und falls nun jemand meinen sollte : ich wüßte ja garnicht wovon ich rede. Kann ich leider nur antworten:
Leider doch. Und um hier etwas zu ändern muß der schmerzliche Weg des offen und ehrlichen Gespräches gegangen werden.
Vergangenheitsbewältigung und Opferhilfe sind das eine. Das andere sind Anstrengungen zur Vermeidung weiterer Übergriffe. Mit seinem Stab und den Einrichtungsleitern arbeitet der Provinzial, der selbst bei den Salesianern im Internat war, an neuen Standards zur Prävention. Geplant ist die Benennung einer Vertrauensperson an jedem Standort und die Einführung einer Meldepflicht für alles, was auf Missbrauch oder Misshandlung hindeuten könnte. Kartelle des Schweigens soll es künftig nicht mehr geben.
Wie die Ordensgemeinschaft mit den in ihren Reihen verbliebenen Tätern weiterleben kann, auch dafür muss der Provinzial noch eine Lösung finden. Durch ihre Gelübde gehören sie weiter „zur Familie“, ganz gleich, was sie angerichtet haben.
(Christoph Renzikowski / kna)
|
|
|
|
Ad te levavi.
|
|
|