Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,
um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes
und unsere Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.
Der Teil vor dem von dir zitierten Satz, liebe Maria Magdalena, finde ich darf nicht fehlen. Hier weist Zacharias in seinem Lobgesang darauf hin, dass Jesus, das aufstrahlende Licht, welches zu uns gekommen ist, der Urheber allen Friedens ist. Gott ist der einzige der uns Frieden geben kann.
Aber ich denke, sowie du, dass jeder ersteinmal bei sich anfangen muss und dazu hilft uns Jesus. Wir sollen auf den Weg des Friedens gehen und Er lenkt unsere Schritte. Wir sollen innerlich friedlich sein, dass heißt sicherlich auch rein und voll Liebe. Und wenn wir innerlich voll Liebe und Frieden sind, dann können wir auch äußerlich Frieden stiften.
Ich kann das nicht so richtig ausdrücken wie ich das meine, deshalb nehme ich die "
Enzyklika Pacem in terris" vom
seligen Papst Johannes XXIII:
Er sagt, dass der Frieden auf Erden nur dann gesichert ist, wenn die von Gott gesetzte Ordnung beachtet wird. Die Ordnung schließt die Ordnung unter den Menschen, die Beziehungen zwischen Menschen und der Staatsgewalt, die Beziehungen zwischen den politischen Gemeinschaften und die Beziehung zwischen den einzelnen politischen Gemeinschaften und der Völkergemeinschaft mit ein.
Die Ordnung unter den Menschen muss dem Prinzip zugrunde legen, dass jeder Mensch eine Person ist, die eine Würde besitzt und daher eine individuelle Person mit Rechten und Pflichten ist.
Eine menschliche Gesellschaft ist weiterhin nur fruchtbar, wenn sie eine rechtmäßige Autorität gibt, die die Ordnung aufrecht erhält und sich um das Wohl der Menschen kümmert und sie am öffentlichen Leben teilnehmen lässt.
Die Beziehungen zwischen den politischen Gemeinschaften sollten von der Wahrheit und Gerechtigkeit geprägt sein, die sich einsetzt für Minderheiten, Solidarität, Flüchtlinge, Abrüstung, Freiheit und die Staaten unterstützt, die in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung noch im Aufbau befinden.
Schließlich ist uns allen die Aufgabe gegeben unter dem
„unter dem Leitstern der Wahrheit, der Gerechtigkeit, der Liebe und der Freiheit in der menschlichen Gesellschaft neue Wege der gegenseitigen Beziehungen zu finden; Beziehungen der einzelnen untereinander; zwischen den einzelnen und ihren Staaten; den Staaten untereinander; schließlich Beziehungen der einzelnen, der Familien, der intermediären Körperschaften, den Staaten auf der einen Seite zur Gemeinschaft aller Menschen auf der anderen. Ein solches Werk ist gewiss außerordentlich bedeutsam, da aus ihm der wahre Friede nach der gottgewollten Ordnung erwachsen kann.“ (163)
Aber auch ermahnt uns Johannes XXIII, wie Maria Magdalena schon erwähnt hat, dass der Friede erst im Herzen beginnen muss:
„Denn es wird gewiss kein Friede in der menschlichen Gesellschaft herrschen, wenn er nicht zuerst im Herzen jedes einzelnen Wohnung nimmt, wenn nicht jeder in sich die gottgewollte Ordnung wahrt. Deshalb stellt der heilige Augustinus an den Menschen die Frage: "Wird dein Geist fähig sein, deine Leidenschaften zu besiegen? Er ordne sich selbst dem Höheren unter und mache das Niedere sich untertan. Dann wird in dir ein wahrer, sicherer und geordneter Friede herrschen. Wie sieht diese Friedensordnung aus? Gott herrscht über die Seele, die Seele aber beherrscht den Leib. Eine bessere Ordnung gibt es nicht" (Miscellanea Augustiniana)(165).“
Diese große Aufgabe, Frieden zu stiften oder auf dem Weg des Friedens gehen, können wir nicht alleine. Nur durch das Gebet, die Bitte an den, der uns durch sein Kreuz den Frieden geschenkt hat, können wir das Werk vollbringen.
„Den Frieden hinterlasse euch, meinen Frieden gebe ich euch“ (Joh 14,27)
„Er selbst ist ja unser Friede, er hat das Getrennte vereint … und so kam er, euch, den Fernen wie auch Nahen, den Frieden kundzutun“ (Eph 2,14-17)
Diesen Frieden müssen wir von Jesus erbitten und flehen, dass Er vom menschlichen Herzen entferne, was den Frieden gefährden kann und uns die Werte Wahrheit, Gerechtigkeit und brüderliche Liebe ins Herz legen, damit jeder einzelne die Grenzen beseitige und überwinde, die ihn von anderen trennt und die Liebe überwiegt, so dass wir einander Verzeihen können und die Zusammengehörigkeit unter den Menschen gestärkt wird.
Wir sind berufen auf dem Weg des Friedens zu gehen mit Hilfe unseres Friedensfürsten Jesus Christus und auf Fürsprache der Friedenskönigin Maria.
(Volltext der Enzyklika:
www.uibk.ac.at/theol/leseraum/texte/333.html#ch59 )
Agnus Dei, qui tollis peccata mundi, miserere nobis.
Agnus Dei, qui tollis peccata mundi, miserere nobis.
Agnus Dei, qui tollis peccata mundi, dona nobis pacem.