Lieber Eminenz,
Es geht ja auch schon wieder aufwärts.
das ist nur heiße Luft, um bisschen Ruhe rein zu bringen, doch genau das wird es nicht sein eine aufwärtsfahrt.
Das kann uns auch noch passieren, alles ist möglich.
Isländern gehen die Devisen für Lebensmittelimporte aus
Kunden räumen Supermarktregale leer
Reykjavik - In Island hat nach dem Kaufrausch der vergangenen vier Jahre ein letzter Spurt auf die Geschäfte eingesetzt - einige Ladenbetreiber melden doppelt so hohe Umsätze. Grund: Die Isländer decken sich mit Lebensmitteln ein, bevor es nichts mehr gibt.
Nach dem Zusammenbruch der drei größten Kreditinstitute des Landes steckt der heimische Devisenmarkt in der Klemme, und Lieferanten aus dem Ausland verlangen Vorausbezahlung für Waren. Island muss angesichts seiner kargen Landschaft fast alle Lebensmittel außer Fleisch, Fisch und Milchprodukten importieren.
Die letzten Tage waren verrückt, berichtet Johannes Smari Oluffsson, Manager eines Bonus-Supermarkts in Reykjavik. Die Discount-Lebensmittelkette hat nur noch für zwei Wochen Waren auf Lager. Danach werden die Supermarktregale wohl leer bleiben, es sei denn Bonus erhält Zugang zu Devisen, erläutert der Manager.
Die Isländer müssen für Waren bereits tiefer in die Tasche greifen. Die Preise für Obst und Gemüse, das fast vollständig importiert werden muss, sind in den vergangenen Monaten um etwa 50 Prozent geklettert, berichtet Steinunn Kristinsdottier aus Reikjavik, die mit einem voll geladenen Einkaufswagen aus dem Bonus-Supermarkt kommt. Den Leuten macht die Situation etwas Angst. Sie wissen nicht, was passieren wird, erläutert sie.
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oder
„Das war die letzte Rettung
15. Oktober 2008 Bankpleiten und massive Kursverluste an den Börsen hatten Anleger panisch werden lassen. Zentralbanken und Regierungen sahen sich zu Rettungsaktionen in Form von Zinssenkungen, Kapitalspritzen und Garantien gezwungen.
Kurzfristig scheinen sie die Lage beruhigen zu können. Immerhin legten die Aktien in den vergangenen beiden Tagen deutlich zu. Mittelfristig bergen sie jedoch Risiken. Die Rettungsaktionen brächten neue, zweifelhafte Grundsätze ins Finanzsystem hinein. Und sollte der globale Aktionismus in der nächsten Illusionswelle münden, so hätten wir danach keinen ultimativen Garanten mehr, erklärt Konrad Hummler, geschäftsführender Teilhaber der Privatbank Wegelin & Co. in St. Gallen
Sind die Rettungsmaßnahmen der Zentralbanken, indem sie die Geldmärkte fluten, und die Garantien der Regierungen nicht gerade die Fortsetzung dieser fatalen Politik?
Kurzfristig sind wir froh, denn wir haben noch einmal überlebt. Aus diesem Grund stiegen dir Kurse an den Börsen am Montag und Dienstag so deutlich.
Mittelfristig jedoch ist es aufgrund der Teilverstaatlichungen eine Verschiebung der Überkapazitäten in den öffentlichen Bereich hinein. Die Frage ist, was dort mit ihnen geschieht. Das Schlimmste was passieren könnte ist, dass wir in drei bis fünf Jahren statt zwei Fannie Mae und Freddie Mac dann 20 oder 30 von ihnen hätten. Fannie Mae und Freddie Mac waren und sind halbkriminelle Organisationen und haben wesentlich zur Überschuldung im amerikanischen Hypothekargeschäft und damit zur Krise beigetragen.
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oder dies
Lebensversicherungen und Pensionskassen im Sog der Finanzkrise
Mit der Banken-Pleitewelle drohen Anlegern auch an unvermuteter Stelle Einbußen – bei Lebensversicherungen und Betriebsrenten.
Glück gehabt: Nur eine Million Euro hat die thüringische EthikBank in eine Anleihe der Beinahe-Pleite-Großbank Hypo Real Estate (HRE) investiert. Selbst wenn dieses Papier trotz milliardenschweren Staatsspritzen für die HRE nicht zurückgezahlt werden sollte, müssten die Thüringer nicht in die „Reserven greifen, so Klaus Euler, Vorstandschef der EthikBank.
Ganz anders sieht es für Anleger aus, die in Versicherungen machen. Die 50 Milliarden Euro schwere Last-Minute-Rettung der HRE kostet die Lebens- und Krankenversicherungen bis jetzt schon 1,4 Milliarden Euro. Warum Versicherungen eine Bank mitretten? Ganz einfach: Eine Pleite der angeschlagenen Hypothekenbank hätte deren Pfandbriefe, in denen Milliardensummen der Lebensversicherungskunden investiert sind, für unbestimmte Zeit unverkäuflich gemacht.
Allerdings stecken die Geldmanager der etwa 100 Lebensversicherungen und 152 Pensionskassen, die 1.100 Milliarden Euro verwalten, auch ohne die Pleite der HRE tief im Schlamassel. In der Vergangenheit konnten sie einzelne Krisen über ihre langfristig ausgerichtete Kapitalanlage ausbügeln. Schließlich müssen Lebensversicherungskunden und Betriebsrentner nicht selten 20 und mehr Jahre auf ihre Leistungen warten.
Nun aber trifft sie mit der jetzigen Finanzkrise und nach dem Platzen der Technologieblase der zweite heftige Schlag innerhalb von nur sechs Jahren. Schon die Aktien-Baisse 2002 brachte mit Gerling und Mannheimer zwei deutsche Versicherungskonzerne sowie eine Reihe von betrieblichen Versorgungswerken in Schieflage. Was jetzt mit dem Erdbeben im Finanzsystem kommt, könnte auch ohne weitere Pleiten Betriebsrentner und Lebensversicherungssparer weit mehr kosten als der Absturz der Technologieaktien.
Anlagealternativen gehen aus
Denn die Lebensversicherer und Pensionskassen hängen voll im Risiko bei möglichen Bankenpleiten. Ein knappes Drittel der 690 Milliarden Euro Anlegergelder haben die Lebensversicherer allein in Bankschuldverschreibungen gesteckt, dazu summieren sich Schuldschein- und Darlehnsforderungen gegen die Geldhäuser und Aktienpakete. Knapp ein Prozent, 6,5 Milliarden Euro, stecken in Private-Equity- oder Hedgefondsanlagen, die dick im Minus stehen und denen wegen der Kreditklemme das Geld ausgeht. Weitere acht Prozent entfallen auf Unternehmensanleihen, deren Kurse ebenfalls unter Druck stehen.
Genau aufschlüsseln will kein Versicherer seine konkreten Risiken und Positionen. Selbst die Frage nach einer groben Verteilung der Anlagen beantwortet Zurich Deutscher Herold nicht, immerhin Nummer drei am deutschen Markt. Man „möchte dazu derzeit keine Auskunft geben, hieß es bei der Zurich in Bonn.
Diesen Auskunftsstreik kennen Anleger seit Krisenbeginn von Banken. Die aktuelle Weigerung nun auch der Lebensversicherungen und Pensionskassen ist ebenfalls nicht gerade ein Vertrauenssignal. Klar ist: Wo mehr als jeder zweite Versicherten-Euro in Bankpapieren liegt, droht Gefahr. Zumal „wir nicht am Ende der Finanzkrise, sondern noch mitten drin sind. Niemand weiß, welche Verwerfungen noch kommen werden, warnt Peter Albrecht, Finanzökonom an der Universität Mannheim.
Schon jetzt gehen den Managern von Lebensversicherungs- und Pensionsgeldern die Anlagealternativen aus: Sichere Staatsanleihen bringen derzeit weniger als vier Prozent, Aktien sind im Sinkflug, und auch die Immobilienmärkte bieten ein trostloses Bild. Einige Lebensversicherungen und Pensionskassen können ihren Kunden daher kaum mehr als die magere Garantieverzinsung von 2,25 Prozent bieten – wohlgemerkt nur auf den Teil, der tatsächlich im Anlagetopf ankommt, nach Abzug aller Kosten. Bei einer Lebensversicherung sind dies in der Regel nur 70 bis 75 Prozent der Prämie. Nach Abzug der Inflationsrate macht der Anleger also in jedem Fall ein Verlustgeschäft, sollte nur noch die Garantieverzinsung fließen.
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Wiwo
und nu Es gibt immer noch Menschen in der BRD, die glauben, sie bekämen im Alter die von ihnen eingezahlten Beiträge auch tatsächlich ausgezahlt.
Liebe Grüße
Wiktoria